SRG SSR

Verwaltungsrat

Verwaltungsrat

Dem Verwaltungsrat kommt die Oberleitung der SRG zu. Er leitet die Geschäfte und trägt gegenüber der Konzessionsbehörde die Verantwortung für das Erreichen der gesetzlichen und konzessionsrechtlichen Leistungsvorgaben. Er ist neben den unternehmerischen Aufgaben auch Vereinsvorstand des Vereins SRG SSR. Gestützt auf Art. 716 a und b Obligationenrecht (OR) und die Statuten hat er – mit Ausnahme der nicht delegierbaren und nicht entziehbaren Kompetenzen und weiterer vorbehaltener Entscheidbefugnisse – die Geschäftsführung des Unternehmens und die Gesamtleitung der Programme im Organisationsreglement an den Generaldirektor delegiert.

Das Organisationsreglement (totalrevidiert am 13. Dezember 2013) beschreibt die Grundzüge der Unternehmensstruktur, erfasst die oberste Leitungsebene des Vereins und des Unternehmens und nennt deren Aufgaben und Kompetenzen, die im Gesamtbild der Strukturreform von 2010 gerecht werden. Das neue Organisationsreglement trat am 1. Januar 2014 in Kraft.

Der Verwaltungsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen:

  • Die vier Präsidenten der Regionalgesellschaften sind von Amtes wegen Mitglieder des Verwaltungsrats.
  • Die Delegiertenversammlung wählt drei weitere Mitglieder.
  • Zwei Verwaltungsräte werden vom Bundesrat ernennt.

Die neun Verwaltungsratsmitglieder gehören der Delegiertenversammlung an. Sie wählt den Präsidenten, der gleichzeitig Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender der Delegiertenversammlung ist. Der Verwaltungsrat konstituiert sich ansonsten selbst. Er wählt einen oder zwei Vizepräsidenten und bestellt einen Finanz- und Prüfungsausschuss (Audit Committee), einen Personalausschuss, einen Investitionsausschuss, einen Transparenzausschuss und einen Ausschuss SWI swissinfo.ch. Der SRG-Präsident und die Präsidenten der Regionalgesellschaften bilden die Arbeitsgruppe Regionalpräsidenten. Der Verwaltungsrat bestimmt einen Zentralsekretär, der nicht Mitglied des Verwaltungsrats ist. Die Interne Revision unterstützt den Verwaltungsrat und den Finanz- und Prüfungsausschuss bei der Wahrnehmung ihrer Aufsichts- und Kontrollpflichten. Der Generaldirektor nimmt in der Regel an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit Antragsrecht und beratender Stimme teil.

Die laufende, vierjährige Legislatur des Verwaltungsrats dauert bis Ende 2015. 

Zusammenspiel Verwaltungsrat und Regionalvorstände

Im Rahmen der angebotsstrategischen Vorgaben des Verwaltungsrats legen die Regionalvorstände die Programmkonzepte fest. Nach Massgabe dieser Konzepte teilen sie die vom Verwaltungsrat zugewiesenen Programmmittel (Zahlungsrahmen) auf die Programmketten oder -bereiche auf. Sie stellen dem Verwaltungsrat zu folgenden programmrelevanten Geschäften Anträge:

  • Wahl der Direktoren der Unternehmenseinheiten,

  • Wahl der Führungskräfte der zweiten Führungsebene mit programmrelevanter Verantwortung,

  • Änderung der regionalen Studiostandorte,

  • Änderung der regionalen Gliederung in Unternehmenseinheiten,

  • Änderung der programmrelevanten zweiten Führungsebene der Unternehmenseinheiten.

Wenn der Verwaltungsrat die Anträge nicht genehmigt, weist er sie mit Auflagen an den Regionalvorstand zurück. Weicht der Regionalvorstand bei den Programmkonzepten oder der damit verbundenen Mittelaufteilung von den Vorgaben des Verwaltungsrats ab, so entscheidet Letzterer. Im Übrigen können die Regionalvorstände dem Verwaltungsrat Anträge stellen zur Qualität und zum Service public der Unternehmenseinheiten.

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