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Qualität

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Was ist Qualität?

Qualität ist wichtig. Qualität ist gut. Qualität wird von allen angestrebt, hochgehalten, hervorgehoben. Wer aber erklären muss, was Qualität genau ist, gerät oft in Schwierigkeiten, die man durch Aufzählen von Beispielen zu umgehen versucht. Kaum ein Begriff ist so positiv besetzt und doch so schwer zu fassen.
Das Problem liegt darin, dass jede Aussage über Qualität von den Werthaltungen des Betrachters abhängt. Oft urteilt ein Betrachter nach individuellen Kriterien. So haben die SRG-Profis einen anderen Blick auf die Programmqualität als das Publikum; das Bakom als Aufsichtsbehörde hat nochmals eine andere Herangehensweise. Qualität kann erst dann zweckmässig gemessen und beurteilt werden, wenn Konsens über die Kriterien besteht.

Während eine Privatfirma Qualitätskriterien relativ autonom definieren kann, gelten für die SRG als Unternehmen mit öffentlichem Auftrag andere Regeln. So nennt die Konzession vier übergeordnete Qualitätsdimensionen: Relevanz, Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein und journalistische Professionalität.
Neben diesen national definierten Standards gibt es auch jene Kriterien und Qualitätsziele, die sich jede Unternehmenseinheit – bis hin zur kleinsten Redaktion – selber setzt. Dabei handelt es sich insbesondere um Ansprüche, die ganz konkret an das journalistische Handwerk geknüpft sind.

Neben der Gesetzgebung und den eigenen Ansprüchen gibt es aber noch eine dritte Instanz, die bei der Bestimmung von Qualität eine wesentliche Rolle spielt, nämlich das Publikum.

Wie stellt die SRG die Qualität sicher?

Um Qualität sicherzustellen, muss die SRG die messbaren Perspektiven so gut wie möglich kennen. Die Perspektive des Publikums wird aus der Nutzungsmessung («Quoten») und aus regelmässig durchgeführten Umfragen ersichtlich.

Um die von der Gesetzgebung definierten (und auch alle anderen gesetzten) Qualitätsziele zu überprüfen, kommen zunächst die einheitlichen Minimalbausteine zur Qualitätssicherung in allen vier Sprachregionen und bei Swissinfo zum Einsatz.

 

Qualitaet Schema d

 

Bei den Minimalstandards handelt es sich weitgehend um standardisierte Prozesse, denn klar definierte Prozesse sind punkto Qualität die halbe Miete.

Auch die Trägerschaft der SRG hat die Aufgabe, die Programmqualität der SRG-Produkte zu beobachten und zu beaufsichtigen. So besteht in jeder regionalen Trägerschaft auch ein Publikumsrat, der sich regelmässig und intensiv mit der Qualität der jeweiligen Programme befasst.

Und schliesslich beauftragt auch das Bundesamt für Kommunikation jährlich unabhängige Institute – meist Universitäten – mit der Analyse des Programms der SRG.

Grafik Bakom

 

Der im Stab des Generaldirektors angesiedelte Bereich «Märkte und Qualität» sorgt dafür, dass alle diese Massnahmen, Kontrollen und Informationen zur Programmqualität korrekt und effizient zirkulieren. Denn: Qualität heisst nicht zuletzt – über Qualität sprechen.

Warum überhaupt Qualität?

Die SRG ist das grösste Medienhaus der Schweiz und zu einem guten Teil durch Gebühren finanziert. Als Service-Public-Unternehmen trägt sie wesentlich dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre demokratischen Pflichten wahrnehmen können. Die mediale Welt wird mit zunehmender Digitalisierung immer komplexer; der Medienwandel trägt dazu bei, dass es immer schwieriger wird, relevante, zuverlässige Nachrichten von ungefilterter, unkontrollierter Informationswiedergabe zu trennen. All dies sind gute Gründe, weshalb die SRG ihre Verpflichtung gegenüber der Qualität sehr ernst nimmt. Wir bekennen uns zur Qualität, denn wir sind überzeugt, sie ist eine Investition in die Demokratie.

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